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Was ist christlich?
Liebe Leserinnen und Leser,
"Wir dürfen es nicht zulassen, dass der Name von Jesus Christus missbraucht, ja sogar - man muss das so sagen - von bestimmten Kreisen in den Dreck gezogen wird." So Heinrich Bedford Strohm, unser ehemaliger Landesbischof und aktueller Vorsitzender des Weltkirchenrats.
Am 2. Juli war er in der Olympiakirche zu Gast. Im Rahmen des Forums "Kirche und SPD" hat er in einem Impulsreferat und in anschließenden Fragen sehr deutlich gemacht: Nationalismus kann nie christlich sein; eine Kirche, die sich auf Christus beruft, setzt eine Option für die Armen und tritt ein für die Würde jedes einzelnen Menschen, ganz egal, wo er herkommt, woran sie glaubt oder wie jemand lebt. Befrord-Strohm, auch ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat damit scharfe Kritik vor allem an Putin und Patriarch Kyrill, sowie an Trump, Hagsett und der Maga-Bewegung geübt. Die Liste lässt sich verlängern ...
Ich stimme ihm zu. Wir sollten nicht schweigen, sondern immer wieder deutlich machen, was die Hauptlinie der Bibel ist: Gott will das Beste für diese Erde und für alle Völker und Menschen, die auf ihr leben. Gott will Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und einen geschützen Lebensraum für jede/n einzelne/n von uns.
Wie kommen wir da hin? Mich hat sehr nachdenklich gemacht, was Heinrich Bedford-Strohm über die Gespräche mit "den anderen" gesagt hat. "Jeder Mensch ist ein Bild Gottes", hat er uns ins Gewissen geschrieben. Und so sollten wir in Gespräche und Diskussionen gehen. Zuhören, verstehen, was jemand bewegt, und auf die Bibel verweisen, Christus ins Zentrum setzen. Lasst uns nicht darüber reden, wer was falsch sieht oder falsch beurteilt. Lasst uns darüber reden, was Gott von uns erwartet und wofür Jesus Christus steht. Für Nächstenliebe und die Liebe zu Gott.
Herzliche Grüße von Pfarrerin Dagmar Knecht, Pfarrer Johannes de Fallois, Pfarrerin Nicole Schally und Diakonin Michaela Urbanek
Wo schärfen wir unser Profil als Christ:innen?
Ja, wo eigentlich, wenn nicht im Gottesdienst? Klassisch mit Predigt, oder eher meditativ - Segnungsfeiern, Kirchenbrunch - evangelisch oder ökumenisch ...
Die Magdalenenkirche sollte ja von Anfang an ein "Herein-Kirchlein" werden. Heute stellt sich das etwas anders dar als zu den Gründungszeiten. "Herein" gilt für die Nachbarschaft, auch wenn sie nicht christlich ist.
Ja, das stimmt schon: manchmal stockt es ... Und doch ist der Puls immer noch da! Wir wollen zusammen kommen, immer mehr, immer weiter. Im Feiern, im Glauben und Denken, in der Verwaltung und den kirchlichen Strukturen. Das geht gar nicht so leicht.
Rund um die Uhr und jeden Tag sind Seelsorger:innen für Sie da. Rufen Sie sie an! Sie finden hier Rückhalt, Unterstützung und - wenn Sie das möchten - Tips für weitere Hilfen.
Mal was anderes? Warum eigentlich nicht? Andere Mütter haben auch schöne Kinder - und andere Gemeinden haben gute Prediger:innen. Im Sommer (und in der Verlängerung dazu) kommen wir zu Ihnen! Kreuz und quer - Seitenwechsel. Die Pfarrer:innen der Regionalgemeinde gehen auf Reisen.