Liebe Leserinnen und Leser,
"Im Januar fängt an das Jahr, recht kalt ist oft der Februar ...", dieses Gedicht habe ich mit mit meinem Sohn gelernt, als im Kindergarten die Kalendermonate Thema waren. Ich kann es noch: "Im Mai freut sich die ganze Welt, im Juni reift das Korn im Feld ...".
Es ist ein sehr einfacher Text und ich staune bis heute, wie gut es gelungen ist, für jeden Monat etwas ganz Spezielles und Typisches einzufangen. Jetzt also ist die Zeit der Reife.
Wir haben viel dafür getan: vorbereitet, geplant, aufgebaut, überprüft, korrigiert, motiviert und zurecht geschnitten, erneuert, ergänzt ... Auf dem Feld oder im Garten - und auch sonst, bei jeder Form von Arbeit. Und dann braucht's eine Pause. Wo die Dinge wachsen können, eben reifen.
Im Herbst werden wir auch diesem Jahr wieder erleben, das genug da ist. Genug zu essen und zu trinken, genug Energie für das, was wirklich zählt. Und - vermutlich - kommt dann auch wieder was durcheinander. "November kommt mit Sturm und Wind, ...". Und es wird auch wieder zur Ruhe kommen, "... Dezember uns das Christkind bringt".
Ich bin fest überzeugt, dass wir bei allem Sorgen und Kümmern weiter am Vertrauen in Gottes Reich festhalten dürfen. Da hat schon alles seine Zeit, sein Recht und es wird zu einem großen und guten Ganzen zusammen finden.
Auch wenn wir mal einen Schritt zurück treten. Und nichts tun. Das Korn reift jetzt ganz von allein weiter.
Herzliche Grüße von Pfarrerin Dagmar Knecht, Pfarrer Johannes de Fallois, Pfarrerin Nicole Schally und Diakonin Michaela Urbanek |