Gott sei Dank
Liebe Leserinnen und Leser,
in den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, was ich mir für mein Leben gewünscht habe - für mich, als ich noch jung war, für meine Kinder in der Mitte meines Lebens, und als "Ernte", etwa jetzt, wo ich sehen kann, was aus meinen Bemühungen bisher geworden ist; und gar nicht mehr so lang, bevor ich mich auf das einstelle, was von meinem Leben bleiben wird. Wenn ich nicht mehr bin. Wenn ich keinen Einfluss mehr habe, auf das, was geschieht, wenn ich erwarten muss, was als nächstes kommt - und genau das würdigen will und freudig begrüße.
Ich persönlich bin damit sehr zufrieden. Meine Kinder sind groß geworden im Geist der kulturellen Gemeinschaft verschiedener Herkunften und Überzeugungen. Und das tragen sie weiter. Ich sehe sie feiern, jenseits von Ethnien, Sprachen und Religion - einfach zusammen. Was könnte ich mir mehr wünschen?
Gott sei Dank ist unsere Gesellschaft längst zusammen gewachsen. Ja, klar, es gibt manches, was uns trennt - aber ist das wirklich wichtig? Ist es das Entscheidende?
Wir alle sind gemeinsam Gotttes Ebenbild, wen auch immer wir lieben, ob wir empathiefähig sind oder nicht, ob wir intellektuell nachvollziehen können, was kluge Geister denken, oder ob wir aus unsrem Gefühl heraus - aus dem Gewissen - entscheiden, was wir richtig finden - und was nicht. Und niemanden ausgrenzen. Füreinander da sind.
Dafür bin ich wirklich dankbar. Und genau dafür will ich auch in Zukunft einstehen
Herzliche Grüße von Pfarrerin Dagmar Knecht, Pfarrer Johannes de Fallois, Pfarrerin Nicole Schally und Diakonin Michaela Urbanek |