Liebe Gemeindglieder, Freundinnen und Freunde,
es ist in eine alte österliche Tradition: Lachen! Über irgendeinen Witz. Flach - oder tiefgründig; gut gemeint oder wirklich nach meinem Geschmack. Auf jeden Fall lachen - gegen den Tod.
Gegen alles, was unser Leben schwer macht: Angst, Not, Schuldgefühle, Selbstzweifel - sorgenvolle Hintergründe gibt es mehr als genug. Übrigens: das geht allen so.
Und jetzt: Das Lachen! Gar nicht so leicht, oder?
Jesus sagt: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!" Ein Stein fliegt, viele folgen, Jesus sagt: "Also Mama, manchmal nervst du wirklich!"
Haben Sie gelächelt? Zu recht.
Wer hätte das Recht, den ersten Stein zu werfen? Nur jemand, die oder der ohne Sünde ist. Maria, die Mutter von Jesus, mag dieses Privileg haben - aber wer kann das nachvollziehen? Wer ein echter Mensch ist - mit Gefühlen, Fehlern und Glauben, kann keinen ersten Stein werfen.
Sie tut es - sie ist die eine unter den Menschen, die das vielleicht kann - aber es ist doch falsch. Sie würde Jesu Botschaft ad absurdurm führen, wenn sie den Stein wirft. Sie würde verneinen, wofür Jesus steht. Für Vergebung und Liebe.
Eben deshalb ist das ein Witz - und nicht das Evangelium. Lustig, ja; weil es Jesu Absicht verdreht. Humovoll.
Die Wahrheit ist: Jesus vergibt. Der Ehebrecherin im Johannesevangelium 8,7; denen, die die Güte anderer Menschen ausnützen; und denen, die hart geworden sind gegenüber den Hilfsbedürftigen, oder gegen sich selbst.
Wir können gar nicht anders - lassen Sie uns aus der Gnade leben.
Gottes Segen für die Osterzeit wünschen Pfrn. Nicole Schally, Diakonin Michaela Urbanek, Pfr. Johannes de Fallois und Pfrn. Dagmar Knecht
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